
Ungarn
Das typischste Gericht ist der Gulasch, dickflüssige Suppe, mit gemahlener Paprika und Zwiebeln gewürzt und mit Stückchen Rind und Kartoffelwürfeln.
Geographische Lage
Die Gerichte sprudeln nur so vor Geschmack und Farben, aber es wird immer mehr darauf geachtet, dass mit Fetteinnahmen in den Organismus nicht übertrieben wird.
Ungarn befindet sich in Mitteleuropa, im mittleren Donaugebiet. Es umfasst einen Teil des pannonischen Beckens. Hauptsächlich ist es durch Ebenen und Hügellandschaften gekennzeichnet, das Klima ist mäßiges Kontinentalklima. Die Hauptstadt ist Budapest, andere große Städte sind Miskolc, Debrecen, Pécs und Szeged. Durch Ungarn fließen die Donau, Tisa und Rába. Es hat zwei große Seen, Balaton und Fertö, der zum Teil zu Österreich gehört (Neusiedler See).
In Ungarn werden Getreide, Gemüse, Obst, Industriepflanzen und Wein angebaut, es wird auch Viehzucht, Imkerei und Fischerei betrieben.
Historische Einflüsse
Archäologischen Befunden nach war Ungarn schon vor einer halben Million Jahren besiedelt, und im 1. Jahrhundert eroberten römische Legionen das westliche Donaugebiet, das sie Pannonien benannten. In den folgenden vierhundert Jahren hinterließen die Römer Spuren in fast allen Städten an der Donau, einschließlich Budapest, wo sich noch heute die Überbleibsel der römischen Stadt Aquincuma befinden.
Nach dem Fall des Römischen Reiches siedelten sich nacheinander Hunnen, Goten, Langobarden und Awaren an, und im 9. Jahrhundert migrierten Nomaden ungarisch-finnischer Herkunft – Ungaren - in das Gebiet und vermischten sich mit der vorhandenen Bevölkerung, von der sie lernten, Land zu bearbeiten. Während der Herrschaft des ersten Königs Ungarns, Stjepan Arpadović I., wurde ein zentralisierter
Staat geschaffen.
Der Aufstieg des Staates wurde im Mittelalter durch die Invasion der Tartaren aufgehalten, die fast das ganze Land zerstörten. König Sigismund erneuerte den Staat schnell, und seine Tradition führte auch König Matthias fort, der viele italienische Renaissance-Ideen am Königshof einführte.
Nach seiner Herrschaft verbreitete sich im Land eine feudale Anarchie, die mit dem Bauernaufstand im Jahre 1514 unter der Führung von Györgyja Dózse ihren Höhepunkt erreichte, wonach das geschwächte Ungarn im Jahr 1526 in der Schlacht bei Mohacs eine Niederlage erlitt und seine Unabhängigkeit verlor. Ein Teil des Landes wurde von Türken beherrscht, und den anderen Teil eroberten die Habsburger.
Die Herrschaft der Türken verwüstete und schwächte Ungarn, aber sie hinterließ zahlreiche Bäder und einige Moscheen.
Im 16. und 17. Jahrhundert rissen Konflikte das Land auseinander. Die Unzufriedenheit kroatischer und ungarischer Feudalisten resultierte im Jahr 1671 mit der Verschwörung Zrinski-Frankopan.
Mit dem Frieden in Požarevačk verließen die Türken 1718 endgültig Ungarn, jedoch organisierten die Feudalisten Aufstände gegen die Reform von Josef II., und die Verschwörung ungarisch-kroatischer Jakobiner wurde niedergeschlagen. Mit der Revolution unter L. Kossuth gewann Ungarn eine gewisse Autonomie. Nach zahlreichen Aufständen und dem Krieg gegen Preußen wurde 1866 die Österreichisch-Ungarische Monarchie eingerichtet.
Im Jahre 1918 wurde die unabhängige Republik Ungarn verkündet. 1919 übernahmen Vertreter der revolutionären Arbeiterbewegung die Macht und verkündeten die Sowjetische Republik Ungarn. Aufgrund von Interventionen von Außen trat die sowjetische Regierung noch im gleichen Jahr zurück, und die Herrschaft übernahm Horthy. Ungarn wurde zum Königreich ausgerufen.
Nach dem 1. Weltkrieg verlor Ungarn einen großen Teil des Territoriums und in der Hoffnung der Rückgewinnung dieser Gebiete schloss es sich im 2.Weltkrieg den Deutschen an. Jedoch erlitt es große Verluste und wurde 1945 von der sowjetischen Armee besetzt.
Im Jahr 1956 führte die Unzufriedenheit wegen dem Stalinistischen Terror zu einem bewaffneten Aufstand und János Kádár, Führer der Bauernregierung, wurde zum Hauptsekretär.
Bei den ersten freien Wahlen im Jahr 1990 schlug Ungarn, wie seine Nachbarländer, eine neue Seite in seiner Geschichte auf.
Charakteristiken der Küche
Das naheliegende Land kennen wir hauptsächlich durch das schnelle Shopping, von dem wir eventuell mit einer Käserolle oder scharfer Wurst zurückkehren.
Aber wieviel wissen wir eigentlich über die originale ungarische Küche? Was wird in ungarischen Häusern gekocht und welche Gerichte werden in den Restaurants angeboten?
Der bittere Likör Unicum wird als Aperitif oder Digestiv getrunken, und wird durch das Einweichen 40 ungarischer Pflanzen gewonnen.
Wahrscheinlich sind die ersten Worte, die vielen zur ungarischen Küche einfallen: scharf und fettig - und dies ist oft nicht weit entfernt von der Wahrheit. Aber Geschmacksinne ändern sich und traditionelle Gerichte passen sich in der zeitgenössischen Küche den Gewohnheiten und Bedürfnissen des modernen Menschen an. Pikanter Geschmack und pikantes Aroma sind noch immer die Hauptmerkmale dieser Küche. Die Gerichte sprudeln nur so vor Geschmäcken und Farben, aber es wird immer mehr darauf geachtet, dass mit Fetteinnahmen in den Organismus nicht übertrieben wird. So ersetzt heute zum Beispiel Öl das bis vor kurzem in großen Mengen verwendete Schweinefett.
Der bedeutendste Bestandteil der ungarischen Küche, Paprika ist Teil der türkischen Hinterlassenschaften und türkischer Essgewohnheiten. Heute gibt es zahlreiche Paprikasorten: hellgrüne, süße rote und gelbe, aber am weit verbreiteten
in der ungarischen Küche ist rote gemahlene Paprika – süße (csemege édes) oder scharfe (eros), die den Gerichten eine lebendige rote Farbe und einen spezifischen Geschmack verleiht. Höchstwahrscheinlich haben Sie auf Ihrer Reise durch Ungarn die feuerroten Paprikas bemerkt, die an weißen Wänden in Bauernhäusern hängen.
Neben farbenfrohen Paprikas schmücken auch angereihte Knoblauchzehen die Wände, die ebenfalls oft Gerichten zugefügt wird, was auf jeden Fall die gesündere Variante ist, und die Nahrung verliert so auch nicht an Temperament.
Das typischte Gericht ist Gulasch, und zwar in Form von dickflüssigen Suppen, die mit gemahlener Paprika und Zwiebeln gewürzt werden und Rinderfleischstücke und Kartoffelwürfel enthalten. Für das "Mildern" des Gechmacks wird in schwereren Gerichte, und so auch im Gulasch saure Sahne verwendet; so ein Gericht heißt Paprikasch. Der Hühnerpaprikasch (Csirke paprikas) wird mit kleinen Nockerln (Galuska) gegessen.
Fischsuppe oder "Fisch-Paprikasch" (Halaszle) ist ein reichhaltiges Gericht aus mehreren Sorten gekochtem Fisch, Tomaten, sowie grüner und roter Paprika.
Eine große Rolle in der ungarischen Küche spielt Kohl – Blattgemüse wird gefüllt (Toltott kaposzta) oder daraus dickflüssige Suppe gemacht (Kaposzta leves).
Zu den Spezialitäten gehören auch zahlreiche salzige oder süße Nudelgerichte. Túrós csusza ist ein berühmtes Nudelgericht mit hausgemachtem Käse oder Sahne.
Auch wenn in der ungarischen Küche Fleisch eine besondere Stellung einnimmt, kommen auch Vegetarier nicht zu kurz. Rantott sajt ist hervorragender, panierter Käse, Gombafejek rantva panierte Pilzköpfe, Gombaleves Pilzsuppe, Sajtoskenyer sind Brotscheiben mit hausgemachtem Käse bestrichen, außerdem können Vegetarier auch zahlreiche Desserts genießen.
Desserts sind hier sehr beliebt und es wird nicht an ihnen gespart: Strudel (Retes), Palatschinken (Palacsinta) mit Käse, Pilzen, Nüssen oder Mohn, Pflaumenknödel, Kastanienpüree mit süßer Schlagsahne… Der beliebte Snack heißt Langosch – das ist in Öl gebratener Teig, der mit Knoblauch, Salz, Käse oder saurer Sahne gegessen wird.
In mehr als tausend Restaurants, die es in der Hauptstadt gibt, können Sie außer der ungarischen Küche auch andere nationale Küchen kosten: chinesische, japanische, griechische, russische, italienische, indische und andere (natürlich ist hier auch die kroatische Küche sehr beliebt, und eine nicht auslassbare Zutat ist auch hier Vegeta). Die Speisekarten sind oft nur auf Ungarisch zusammengefasst, was ihnen Probleme bereiten könnte (aber auch zahlreiche Überraschungen!).
Der originalen "Stimmung der" Csardi (altertümliche Tavernen) trägt auch Life-Zigeunermusik bei, so sind sie oft Zielorte von Touristen, die von der autochthonen Küche in einem autochthonen Ambiente kosten wollen.
Die Auswahl erstklassiger Weine hat sich in den letzten Jahren bedeutend verbessert. Zu den bekanntesten Sorten gehören der trockene weiße Chardonnay und der Riesling, der mittel trockene Zöldszilváni, Harslevelu und Szürkebarát, der mittel süße Traminer und der aromatische Muskotály. Rotweine: trockener Kékfrankos, Burgunder, Porto... Der bekannteste ungarische Wein ist Tokajac (Tokaji), süßer Dessertwein. Pálinka ist der ungarische Name für Schnaps, der aus Pfirsichen, Pflaumen und Sauerkirschen gewonnen wird. Außer den Spezialitäten der ungarischen Küche "tut auch" ein Bier gut, sehr beliebtes Getränk zum Mittagessen. Der saure Likör Unicum wird als Aperitif oder Digestiv getrunken. Er wird durch das Einweichen 40 ungarischer Pflanzen gewonnen – Das Rezept wird sorgfältig in der Familie Zwach aufbewahrt!
Fast facts
- In Ungarn befinden sich mehr als hundert Thermalquellen und ein Dutzend Thermalbäder.
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