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Spanien

Spanien

Die dominante Kultur der Mauren hat die Grundsteine der heutigen Küche gelegt, die sich größtenteils an die traditionelle anknüpft.

Geographische Lage

Der Imbiss oder kleine Häppchen heißt Tapas. Auf dem Tapas-Teller kann man alles vorfinden – von Scampi- und Fischstückchen bis hin zu gefülltem Gemüse, Käse, kleinen Birnen und Omelett.

Spanien befindet sich in Südwesteuropa und ist der drittgrößte Staat auf dem europäischen Kontinent. Es ist sehr hügelig, mit weniger Regen als in den anderen Teilen Europas.

Das Landschaftsbild variiert von trockenen Berglandgebieten bis hin zu fruchtbaren Weiden und Obstgärten; von herrlichen Stränden bis hin zu Dörfern oder Stadtzentren im Inneren.

Historische Einflüsse

Ein komplexes ethnisches und kulturelles System spiegelt eine stürmische Geschichte wider, die mit den Phöniziern, Griechen und Karthager anfing, nachdem sie sich an den Küstengebieten angesiedelt hatten. Später wurde Spanien von den Römern und Mauren besetzt, Gründer der traditionellen spanischen Küche, die ihre vollständige Form mit der Entdeckung und Einfuhr von Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Bohnen, Schokolade, Vanille und sonstigen Gewürze angenommen hat.

Charakteristen der Küche

Sie gilt als eine komplexe wie die asiatische, äußerst bunt, als hätten sich in ihr alle europäischen Küchen vermischt, und sie spiegelt die Gegensätze ihres Landes wider – das ist die spanische Küche.

Die Römer und Mauren haben die Grundsteine der spanischen Küche gesetzt, die ihre vollständige Form mit der Entdeckung und Einfuhr von Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Schokolade, Vanille angenommen hat.

Es gibt auch ein Sprichwort: im Süden wird in Öl geröstet, im mittleren Teil des Landes wird gebraten und gegrillt und im Norden werden Gemüseeintöpfe gekocht.

Die Verschiedenartigkeit im geographischen und klimatischen Sinne hat Spanien zu einem Land mit einem interessanten und reichen gastronomischen Angebot gemacht. Wie es auch in den anderen mediterranen Ländern der Fall ist, bilden Meeresfrüchte die Hauptelemente dieser Küche. Aber hier werden auch genug Schweinefleisch und Trockenfleischprodukte gegessen.

Die dominante Kultur der Mauren hat die Grundsteine der heutigen Küche gelegt, die sich größtenteils an die traditionelle anknüpft.

Die Mahlzeiten werden sehr spät serviert: leichtes Frühstück gegen 8 Uhr, Vesper gegen 11 Uhr, Mittagessen nach 14 Uhr, und Abendessen nach 21 Uhr. Die Spanier haben offensichtlich ein anderes Zeitverständnis als ihre hektischen europäischen Nachbarn, und so wird auch nicht direkt mit dem Hauptgericht begonnen, ''skače'' sondern erst mit einem leichten Imbiss in Form von kleinen Häppchen, die Tapas heißen. Auf dem Tapas-Teller, die auch als Snack zum Getränk gegessen werden (es gibt zahlreiche Tapas-Bars, bekannter als Tasca), kann man alles vorfinden – von Scampistückchen, Kalmars, Muscheln und Fisch bis hin zu mariniertem oder gefülltem Gemüse, Käse, Eier, gerösteten Brotstückchen und Omelett.

Über Paella haben Sie sicher schon etwas gehört: buntes Gericht aus Reis und klein gehackten Stückchen Fisch, Meeresfrüchten, Fleisch und Gemüse, mit dem unauslassbarem Gewürz Schafran gewürzt. Diese Spezialität hat auch ihre Pfanne, in der sie zubereitet wird - Paellera, breite, runde oder flache Pfanne mit geradem Boden. Und für die Paella benötigen Sie Reissorten wie Calasparra oder Arborio, welche die Araber über die iberische Halbinsel nach Europa gebracht haben. Paella ist in der Region Albufera entstanden, aber heute ist sie allen unter dem Namen Paella a la Valenciana bekannt, denn genau in dieser Region wurde sie erst so richtig ins Leben geweckt. In Risotto kann man auch Tintenfisch Sepia gemeinsam mit seiner schwarzen Tinte hinzufügen, damit der Risotto schwarz wird - Arroz negro.

Im Unterschied zur nahen, aber trotzdem anderen italienischen Küche wird in der traditionellen spanischen Küche kein Nudelteig konsumiert. Wenn Sie als Beilage keinen Reis bekommen, dann wird er durch Brot oder Kartoffeln ersetzt.

Das stärkste Gewürz ist Knoblauch. Gambas al ajillo sind Scampis mit Knoblauch, in Öl oder Butter geröstet; Champignon al ajillo ist ebenfalls ein geschmackvolles Gericht mit Champignons, die mit Knoblauch gedünstet werden, und Sopa Juliana ist eine Suppe aus Gemüse und Knoblauch.

Zarzuela de mariscos, Eintopf mit Meeresfrüchten, befindet sich auf den Speisekarten der meisten Restaurants. Das Fleisch wird vor der thermischen Behandlung für gewöhnlich in Öl, Essig, Knoblauch und Zwiebeln mariniert, und die Soßen, die zu Fleisch serviert werden, enthalten auch ein bisschen Wein.

In der spanischen Küche wird auch viel Öl verwendet (selbstverständlich Olivenöl), sogar mehr als in anderen Teilen Europas.

Ein reiche Mahlzeit muss auch von einem passenden Getränk begleitet werden: vom süßen Madeira, roten Marsala, Sangrija aus Wein und Obst, süßem Rotwein, Sherry aus Weißwein und Cognac oder von einem Getränk aus Milch und Mandeln, Horchatom.

Traditionelle Desserts sind unter dem Einfluss der Mauren entstanden. Sie sind sehr süß, und die häufigsten Bestandteile sind gemahlene Mandeln oder Marzipan, kandiertes Obst, Honig, Eier, Zitronenschale und Zimt. Flan, ein Süßgericht, dass unserer Rožata nahe kommt, ist eine gekochte Creme aus Eiern mit Karamellsoße. Zu Kaffee oder heißer Schokolade wird Churro serviert, frittiertes Spritzgebäck, für welches wir Ihnen das Rezept geben.

Regionale Besonderheiten

Das Baskenland ist stolz auf Gerichte mit Meeresfrüchten: Aale, Kalmare, Fischsuppen und andere Fischgerichten, nicht zu vergessen auch der Marmitako, Gericht aus Kartoffeln und Thunfisch. Etwas östlicher an der Küste befindet sich Asturien mit seiner Spezialität aus Gartenbohnen und Schweinefleisch - Eintopf Fabada, Schimmelkäse Cabralesom, sowie der geschätzte Apfelmost. In Kantabrien werden die Küchen typisch für die Küstenregion und die Küche typisch für das Bergland kombiniert, so konsumiert man hier erstklassige Lebensmittel, einschließlich Rindfleisch, Anchovis und Milchprodukte. Das nordwestliche Galizien hält noch immer zu seiner keltischen Herkunft und seinen Gerichten wie Fleisch- und Fischkuchen, Muscheln und Kalbfleisch. Aragon, La Rioja und Navarra sind fruchtbare Tiefebenen, ein echtes Paradies für Gemüse und Obst (Spargel, Paprika, Birnen, Pfirsiche...).

Als aufregendste Region im gastronomischen Sinne gilt Katalonien, mit Spezialitäten mit Meeresfrüchten und Reis, Fleisch und Geflügel, die mit lokalem Obst kombiniert werden. Andalusien liebt das Scharfe und benutzt Gewürze wie Schafran, Zimt, Muskatnüsse und Sesam. Aus diesem Teil Spaniens stammt auch das Rezept der berühmten Gazpacho, kalte Tomatensuppe. In Kastilien werden sie von Spezialitäten hauptsächlich Fleischgerichte vorfinden – Schweinebraten und Lammfleisch. Estremadura ist für seine Trockenfleischprodukte aus Schwein (durchwachsener Speck, Schinken, Wurst Chorizo) bekannt geworden.

Die Kanarischen Inseln bieten eine völlig spezifische Küche, und aus den Spezialitäten heben sich Gofio hervor, Brot aus geröstetem Weizen zu einem Ball geformt, Gericht mit Jungerbsen, tropisches Obst und Mojos, scharfe Soßen mit Paprika und Koriander, hervor.

Fast facts

  • Hauptstadt: Madrid
  • Fläche: 505 000 km2
  • Einwohner: 42 700 000
  • Zeitzone: GMT/UTC +1 Stunde
  • Sprachen: Die Amtssprache ist Spanisch, aber hier sind auch galizisch, katalonisch und baskisch vorhanden
  • Religion: 85% Katholiken, 2% Juden, 2% Moslems
  • Währung: Euro (€)

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