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Slowakei

Slowakei

Auch wenn Meeresfrüchte den slowakischen Markt zunehmend erobern, so überwiegen doch in der Slowakei gezüchtete Karpfen und Forellen.

Geographische Lage

Obwohl importierte Meeresfrüchte den slowakischen Markt erobern, überwiegen in der Slowakei gezüchtete Karpfen und Forellen.

Die Slowakei befindet sich in Mitteleuropa und hat eine Fläche von 49 036 km2. Die Hauptstadt ist Bratislava, andere größere Städte sind Košice, Nitra, Prešov und Banská Bystrica.

Der größte Fluss ist die Donau. Das Klima ist gemäßigtes kontinentales Klima. Es werden Getreide, Zuckerohr, Kartoffeln, Baumwolle und Tabak angebaut.

Historische Einflüsse

Die Entwicklung der slowakischen Küche und der Tischgewohnheiten haben mehrere Male die Richtung geändert, je nach dem, welche Zivilisationen sich in den Gebieten der heutigen Slowakei aufhielten. Die mitteleuropäische

Lage der Slowakei hat dem Land Einsicht in verschiedene Kulturen und Berührungen mit verschiedenen Kulturen ermöglicht. Als Teil des ehemaligen Ungarischen Staates stand sie unter starkem Einfluss der römischen Kultur. Charakteristiken der westeuropäischen Kultur wurden durch die Kolonisten gestärkt, die, meist aus deutschen Ländern, die Slowakei ab dem frühen Mittelalter bis hin ins 20 Jahrhundert besiedelten.

Die Gewohnheit, sättigende und warme Morgenmahlzeiten (typisch germanisch) zu servieren, hat bis ins 20. Jahrhundert überlebt. Heute basiert die Ernährung in den ländlichen Gebieten auf Suppen mit Brot, Teigwaren und Brei aus verschiedenen Getreidesorten. Im Laufe der Feldarbeiten wurde einst das Frühstück zwei Mal serviert. Zuerst wurde gegen 4 bis 5 Uhr morgens etwas wie Brot mit Speck oder Käse gegessen und etwas Schnaps

dazu getrunken. Das zweite Frühstück wurde gegen 9 oder 10 Uhr eingenommen, wobei unbedingt etwas Gekochtes auf dem Tisch stehen musste. Das Mittagessen bestand aus einer kalten Speise. Die nächste warme Mahlzeit folgte abends, nach der Rückkehr vom Feld.

Die Essgewohnheiten in den Berggebieten waren anders als die in den ebenen Gebieten, und sie unterschieden sich je nach gesellschaftlichem Status und Reichtum.

Große Bauernfamilien versammelten sich am gleichen Tisch (jeder hatte im Einklang mit der Familienhierarchie immer den gleichen Platz), und gegessen wurde aus einem Topf. Der Tisch galt als heiliges Möbelstück, und alles was nicht zur Ernährung und zum Gebet gehörte, stellte eine Sünde dar.

Charakteristiken der Küche

Wie fast auf alle europäischen Länder haben die Nachbarländer der Slowakei (Tschechische Republik, Polen, Ungarn, Österreich und Ukraine) auf ihre Küche Einfluss genommen, und so auch im gastronomischen Sinne. Doch aus diesem "europäischen Topf" haben sich trotzdem spezifische Spezialitäten der slowakischen Küche entwickelt.

Als Teil des ehemaligen Ungarischen Staates stand die Slowakei unter starkem Einfluss der römischen Kultur. Charakteristiken der westeuropäischen Kultur wurden durch Kolonisten gestärkt.

Auch wenn die slowakische Küche am meisten der tschechischen ähnelt, so unterscheidet sie sich doch durch die häufigere Verwendung von Gewürzen, was eigentlich der ungarischen Küche ähnelt, von der sie den Gulasch gern angenommen und angepasst hat. Unter Fleischorten überwiegt Schweinefleisch (Schnitzel, Rippen, Haxe, Leber). Der berühmte Szegedinsky Gulasch besteht ebenfalls aus Schweinefleisch, Sauerkraut, Gewürzen und saurer Sahne. Kartoffelpalatschinken gefüllt mit Schweinefleisch (Zemiakove placke) sind sehr sättigend und stark gewürzt. Am beliebtesten sind jedoch panierte Schweineschnitzel – Vyprazany bravcovy rezen.

Neben Schwein und Rind wird auch viel Huhn (paniert, gebraten oder gekocht) und Pute (Putenbrust folgendermaßen zubereitet: geröstet und mit Schinken und Käse, mit Obst gefüllt oder stark gebraten) gegessen. Die Saison des Enten- oder Gansbratens ist der Herbst, und dieses Fleisch wird mit Knödeln, Palatschinken und gekochtem Sauerkraut serviert.

Obwohl importierte Meeresfrüchte den slowakischen Markt erobern, so überwiegen noch immer in der Slowakei gezüchtete Karpfen und Forellen. Der Karpfen ist ein Muss auf dem Weihnachtsmenü: geröstet, paniert, mit Nüssen, Knoblauch oder in Bierteig. Forellen werden gebraten oder mit Mandeln, Schinken und Käse gefüllt, oder einfach gekocht serviert.

Die gewürzten und pikanten Gerichte werden durch Beilagen wie Knödel, Fleischklößchen, Kartoffeln auf hunderte Arten, Reis (gekochter/oder mit Schinken, Curry, Erbsen oder Pilzen), Pilzen und Teigwaren gemildert. Zur typischen slowakischen Küche zählen auch zahlreiche Varianten des Ziegenkäses (Ostipok, Hyncica, Korbacika und, der bekannteste, Liptovska Bryndza (Käse mit Paprika).

Hier einige typische Gerichte der slowakischen Küche:

  • Kapustnica – traditionelle Suppe aus Kraut und geräucherter Wurst, manchmal mit Pilzen, und in der Weihnachtszeit auch mit Trockenpflaumen; wird oft mit gebratenen oder gekochten Knödeln serviert. In Hochzeiten wird dieses Gericht um Mitternacht serviert, um den Gästen frische Kraft zu verleihen.
  • Cibulova Suppe – Suppe aus Zwiebeln und Stückchen verschiedener Fleischsorten.
  • Bryndzove halušky – Kartoffelknödel in geschmolzenem Schafsmilchrahm und Speckwürfeln.
  • Studenne predjedla – kalte Vorspeisen: Schinken, Rauchwurst, Salami und Saisongemüse.
  • Vyprazane rezne – geröstete Schnitzel (Schwein oder Rind), eines der beliebtesten slowakischen Gerichte, wird zu Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree und Saisongemüse gegessen.
  • Gefüllte Paprika – traditionelle Spezialität, Paprika gefüllt mit Fleisch und Reis in Tomatensauce.
  • Fazulova polievka – Suppe aus Bohnen und Wurzelgemüse, der geräuchertes Schweinefleisch hinzugefügt werden kann.
  • Cesnakova polievka – Suppe aus Knoblauch und Hühnerfleisch, mit Petersilie und Ei.
  • Halaszle – Suppe aus verschiedenen Fischsorten und Paprika, stark gewürzt.
  • Sunkova rolka s chrenovou penou – Schinkenscheibe gefüllt mit Meerrettich.
  • Ostiepok – geräucherter Käse, mit Schinken gebacken.
  • Salate: gemischter Salat, Kraut-, Tomaten-, Gurkensalat.

Zum beliebten slowakischen Nachtisch gehören Palatschinken: gefüllt mit Marmelade (s lekvarom), Eis oder Schokolade (so zmrzlinou a cokoladou), Frischkäse und Rosinen (s tvarohom a hrozienkami), Nüssen, Schokolade und Schlagsahne (s orechami, cokoladou a slahackou); manchmal mit Alkohol übergossen und flambiert (meistens in Restaurants).

Gule oder Parene buchty sind Buchteln, die mit Marmelade gefüllt und in Dampf gekocht werden. Teigwaren mit Mohn, geschmolzener Butter und Zucker (Sulance) mögen vor allem Kinder. Auch hier wird Strudel gegessen, am häufigsten mit Äpfeln gefüllt, sowie verschiedene Kuchen und Torten (mit Käse, Obst, Honig), Eisbecher, Obstsalate und Kompotts.

Autochthone Getränke: Bier Zlatni fazan, Schnaps

Demanovka, der aus 20 verschiedenen Grassorten hergestellt wird, Pflaumenschnaps

Schliwowitz, Borovicka (Schnaps

aus Wacholderbeeren).

Fast Facts

  • Fläche: 49 036 km2
  • Bevölkerung: 5.4 Millionen (85.6% Slowaken, 10.7% Ungarn, 1% Tschechen)
  • Hauptstadt: Bratislava
  • Sprachen: slowakisch, tschechisch, ungarisch, deutsch
  • Religionen: 60% Katholiken, 10% Protestanten
  • Währung: Slovenska koruna (SKK)
  • Nationalparks: Niedere und Hohe Tatra, Slowakisches Paradies, Pieninen i Slowakischer Karst
  • Begrüßung auf Slowakisch:
    Dobre rano - Guten Morgen
    Dobry den - Guten Tag
    Dobry vecer - Guten Abend
    Wenn Sie jemanden "duzen"
    können Sie in mit dem kurzen Grußwort Ahoj oder Cau begrüßen.

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