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China

China

In der Rolle des Gastgebers werden ihnen die Chinesen als Zeichen der Gastfreundlichkeit einige Gerichte mit eigenen Stäbchen servieren, was wirklich ungewöhnlich wirken kann.

Geographische Lage

China befindet sich in Ostasien, an der Westküste des Stillen Ozeans. Es grenzt an Korea, an die Mongolei, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Laos und Vietnam.

Nach der chinesischen Auffassung sollten kalte Getränke während dem Essen aus gesundheitlichen Gründen nicht zu sich genommen werden.

Als ein Land mit großen Kontrasten verfügt China in seiner geographischen Beschreibung über Gebirge, Wüsten und fruchtbare Flussbecken. Den größten Teil des westlichen Chinas nehmen Himalaya, Tianshan und Pamir sowie eine große Wüste ein, während das zentrale China hauptsächlich aus Bergregionen besteht. Flüsse spielen auch eine wichtige Rolle im Transport und in der Bewässerung. Die chinesische Mauer wurde vor über 2 500 Jahren errichtet, um die Einwohner vor Invasionen aus dem Norden zu schützen.

Historische Einflüsse

China hat eine lange Geschichte, die einige Jahrtausende in die Vergangenheit zurück reicht. Über dreitausend Jahre herrschten dort Kaiser und Dynastien. Am Anfang des 13. Jahrhunderts wurde China von den Mongolen erobert, die Tschingis-Khan anführte. Sein Enkelsohn Kublaj-Khan gründete die Dynastie Yuan, die nach hundert Jahren von der Dynastie Ming ausgewechselt wurde, und Mitte des 17. Jahrhunderts entstand die Dynastie Qing.

Die besondere Verschiedenartigkeit der chinesischen Küche entwickelte sich im Zuge der langen und aufregenden Geschichte. Mit jeder neuen Dynastie wurden auch neue Rezepte geschaffen, neue Lebensmittel und Gewürze eingeführt, originelle Techniken entdeckt, aber ihren Höhepunkt erreichte die Zubereitungskunst der Lebensmittel während der Herrschaft der Dynastie Qing (1644 - 1911). In diesem Zeitraum (im Jahre 714, zum Geburtstag des damaligen Kaisers) entstand auch Man Han Quan Xi - ein unglaublich luxuriöses Bankett, das aus 108 Sorten an Gerichten bestand (Verschmelzung der mandjurischen

und Han-Küche), wobei 3 ganze Tage gegessen wurde. Man Han wurde zur Tradition und wurde erst nach der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1911 abgeschafft.

Charakteristiken der Küche

Die chinesische Küche teilt Vieles mit dem kulinarischen Erbe der restlichen Gebiete Ostasiens, vor allem mit der japanischen, singapurschen und vietnamesischen Küche.

Ursprünglich werden die Gerichte in Tellern auf den Tisch gebracht, die auf die Mitte des Tisches gestellt werden. Die Personen um den Tisch herum bedienen sich selbst mit Stäbchen aus den gemeinsamen Schüsseln.

Geographische und kulturelle Unterschiede haben die Geschmäcker der chinesischen "8 Küche" (je nach Ort der Entstehung) "4 geteilt" (salzig, süß, sauer und scharf), aber es bestehen auch Aufteilungen nach Regionen (nordwestliche Küche, mandarinische, Jiang-huai, nordöstliche, kantonesische, Chiuchow, Hakka, Hunan, schanghaiische, sezuanische, fijiische Küche, Yunnan und Hainan; Küche aus Hongkong, Taiwan und Nanyang).

Die bekanntesten Küchen sind die sezuanische (stärker, intensiver gewürzte Nahrung, viel Reis, Bambus, fermentierte Soja, Zitrone und Pilze, Chilli, Knoblauch und Ingwer, zubereitet durch Rösten, Dünsten und Einlegen) und die kantonesische (sophistizierte, leichte und erfrischende Küche mit viel frischem Fisch, Obst und Gemüse, zubereitet durch Braten, Rösten, Kochen, Dünsten oder in Form von Stir-fry). Für die kalten Nordgebiete, die bis in die Mongolei reichen, sind Lamm und Schaf zugänglicher als Fisch, Weizen, Hafer und Teig zugänglicher als Reis. Das Gebiet um Hunan mit extrem kalten Wintern ist bekannt für seine sehr würzighaltige aber geschmackvolle Nahrung.

Anziehendes Servieren

Ein klassisches chinesisches Gericht besteht aus zwei Hauptteilen, in denen Kohlenhydrate die wichtigste Rolle (Reis, Nudeln oder Mantou, Dampfbrötchen), und Fisch, Gemüse und Fleisch eine Nebenrolle übernehmen, die nur als Beilagen serviert werden.

Reis ist selbstverständlich auch hier unumgehbar, aber es kann passieren, dass Sie zum Beispiel während eines formalen Abendessens den Reis eventuell zum Schluss sichten, oder vielleicht auch überhaupt nicht.

Harte Gerichte werden mit Stäbchen gegessen: die Lebensmittel werden vor der Zubereitung in Stückchen geschnitten und eigentlich ist nut wenig Übung erforderlich, um Herr über dieses Besteck zu werden. Fisch wird im Allgemeinen in einem Stück gekocht oder gebraten, so wird er auch serviert, aber ebenfalls mit Stäbchen gegessen. Suppen werden mit breiten und flachen, am häufigsten mit Keramiklöffeln gegessen. Traditionell wurde die Anwendung von Gabel und Messer bei Tische als barbarisch betrachtet, da sie als Waffen empfunden wurden.

Gerichte, die in Wasser, auf Dampf gekocht, geröstet, gebraten oder in Fett gebraten werden, werden in besonderen Schüsseln serviert, was äußerst attraktiv aussieht.

Ursprünglich werden die Gerichte in Tellern auf den Tisch gebracht, die auf die Mitte des Tisches gestellt werden. Die Personen um den Tisch herum bedienen sich selbst mit Stäbchen aus den gemeinsamen Schüsseln. Anstatt dieses eher unhygienischen Zugangs servieren moderne chinesische Familien ihr Essen wie westliche Völker, so legen sie in die gemeinsamen Schüsseln auch Besteckzubehör, mit dem man sich die Nahrung auf den Teller schöpfen kann. Ausschließlich die Reisschüsselchen werden separat auf dem Tisch serviert, jeder Gast bekommt eine Schüssel. In der Rolle des Gastgebers werden ihnen die Chinesen als Zeichen der Gastfreundlichkeit einige Gerichte mit eigenen Stäbchen servieren, was wirklich ungewöhnlich wirken kann.

Süße Desserts am Ende der Mahlzeit gehören ebenfalls auf die chinesische Speisekarte. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein süßes Gericht (wie zum Beispiel gebratenes Obst mit Sirup) gleichzeitig und gemeinsam mit den anderen Beilagen auf dem Tisch befindet. Jedoch ändert sich diese Praxis immer häufiger in westlichen Restaurants, wo Obst oder frittiertes Eis erst zum Abschluss serviert wird.

Nach der chinesischen Auffassung sollten kalte Getränke während dem Essen aus gesundheitlichen Gründen nicht zu sich genommen werden. Deshalb wird man Ihnen lieber einen Tee oder heißes Wasser anbieten.

Cha bzw. Tee wird in China seit eh und je getrunken. Tee diente auch schon immer als Heilmittel, aber einst wurde er auch als Zahlungsmittel anerkannt. Grüner, roter und schwarzer Tee, sowie tausende Variationen dieser Sorten werden bei allen Angelegenheiten getrunken, und die bekanntesten in europäischen Küchen ist der schwarze Tee>Oolong, der grüne Tee Dragon Well und der rote Tee Keemun.

Kochmethoden

Das Beherrschen von Kochmethoden ist entscheidend für den letztendlichen Erfolg des Gerichtes. Die Fertigkeit, die Temperatur richtig einzustellen, ist entscheidend für das Erreichen erstklassiger Resultate. Auch wenn die Methoden wie Kochen, Dampfkochen, Braten, Dünsten, Rösten angewandt werden, heißt die typische chinesische Methode Stir-fry, bzw. schnelles anbraten klein gehackter Lebensmittel in erhitztem Öl im Wok.

Harmonie zwischen Yina und Yang

Von einem perfekt zubereiteten Gericht wird mehr erwartet, als dass es nur den Geschmackssinn befriedigt: die Farben müssen angenehm fürs Auge, die Stückchen gleich groß geschnitten sein und die ganze Komposition einen anziehenden Geruch haben. Die Geschmäcker und Texturen sollten sich im Laufe der Mahlzeit dynamisch austauschen: knusprig und zart, trocken und saftig, leicht und gewürzt...

Symbolik

Es heißt, dass "der Himmel Menschen liebt, die gut essen". Die Küche wird manchmal auch mit der französischen verglichen, meistens wegen dem Motto: Wenig, aber gut! In der chinesischen Kultur stellt Nahrung nicht nur ein Mittel zur Sättigung, sondern auch ein Mittel zur Bewahrung der Gesundheit dar. Sie gilt auch als Kunst voller Symbole, was besonders während Festivals oder beispielsweise auf Sylvesterfeiern zu erkennen ist. Dann werden der Fisch in einem Stück und schwarze Algen serviert, die Reichtum darstellen, Bohnen, die Freude bringen, Hühnerfleisch für eine gute Ehe, Eier für die Fruchtbarkeit usw.

Damit Sie den Gastgeber nicht kränken

Einige Ratschläge für ein höfliches Verhalten bei chinesischem Tische:

  • Stechen Sie die Stäbchen nicht senkrecht in die Reisschüssel – das wird nur auf Beerdigungen gemacht
  • Den Hals des Teekessels in eine Richtung drehen, wo er auf niemanden zielt
  • Wenn Sie mit den Stäbchen auf den Teller oder in die Schüssel klopfen, werden Sie den Gastgeber kränken.

Fast Facts

  • Name: Volksrepublik China
  • Hauptstadt: Peking
  • Fläche: 9 600 000 km², der Fläche nach drittgrößtes Land der Welt
  • Flagge: rot mit fünf Sternen
  • Nationale Währung: Renminbi (RMB) Yuan (1$=ca. 8, 27 Yuan)
  • Symbole: Panda, Gingko
  • Klima: extrem unterschiedlich, von Tropenklima im Süden, bis hin zum subarktischen Klima im Norden
  • Religionen: Buddhismus, Daoismus, Islam, Christentum
  • Sprachen: Chinesisch oder Mandarin sowie Dialekte Yue, Wu, Minbei, Minnan, Xiang, Gan und Hakka

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