
Australien
Die große Verschiedenartigkeit und der Reichtum an Nahrung sind in Australien eine Widerspiegelung der Unterschiede im geografischen Sinne.
Geographische Lage
Australien erstreckt sich zwischen 10° und 45° südlicher geographischer Breite und zwischen 113° und 115° östlicher geographischer Länge. Es umfasst den Kontinent Australien und die Insel Tasmanien, sowie zahlreiche kleine Inseln ums Festland herum.
Australien ist auf drei Seiten mit großen Flächen des Stillen Ozeans (im Osten) und des Indischen Ozeans (im Süden und Westen) umgeben. Nur im nördlichen Teil ist Australien über Inselgruppen gewissermaßen mit Asien verbunden.
"Barbie", wie Australier das Grillen nennen, nimmt einen wichtigen Platz im gesellschaftlichen Leben ein. Es findet in Gärten, auf der Terrasse, auf dem Dach oder am Strand statt.
Aufgrund seiner natürlichen Isolation bzw. der Entfernung zu anderen Kontinenten wird die geographische Lage Australiens oft als ungünstig bezeichnet. Jedoch sind genau aus diesem Grund in Australien besondere Pflanzen- und Tierarten entstanden.
Australiens Küstenlänge, einschließlich aller Inseln, beträgt 36 735 km. Der größte Fluss ist der Murray-Darling, und die Hauptstadt ist Canberra.
Historische Einflüsse
Die ersten englischen Auswanderer kamen mit dem Schiff 1788 in Australien an. Sie ließen sich in Sydney nieder und mit der Zeit besiedelten sie auch die Umgebung.
Die Engländer haben unkomplizierte Rezepte für kostengünstige Gerichte wie Kartoffelknödel und englischer Pudding mitgebracht. Rezepte wurden von Generation zu Generation übertragen, und so werden noch heute Gerichte wie Lammbraten und Fleischstrudel aus Nieren zubereitet. Diese Gerichte haben sich mit den restlichen vereint, die heute als typisch australisch gelten, wie Pauls Soldier's Cake und Anzac Biscuits, Lamington und Pumpkin Scones.
Auch wenn die englischen und anderen Einwanderergruppen (italienische, deutsche, griechische, asiatische, osteuropäische und südafrikanische) ihre nationalen Rezepte mitgebracht haben, so existierte doch auch schon vorher eine Ernährungskultur. Jahrhunderte vor ihrer Ankunft wussten australische Eingeborene die Früchte, die um sie herum wuchsen, zu verwenden, und sie backten auch ungesäuertes Brot.
Typische Nahrungsmittel der Aborigines sind Blätter der Zitronenmyrte, Pfeffer, Spinat, Bush Tomatoes (kleines Obst, das wie Tomaten aussieht, sie werden auch Wüsten-Rosinen genannt) und Macadamia Nüsse.
Die internationale Küche hat sich besonders nach dem 2. Weltkrieg entwickelt. Einwanderer aus dem Mittelmeerraum, hauptsächlich Italiener, Griechen, Libaneser, verursachten große Veränderungen in der australischen Küche. In den letzten 30 Jahren wiederholt sich dieser Prozess mit Einwanderern aus Ostasien. Nahrung wie Cous-Cous, Polenta, thailändischer Fischkuchen und chinesische Noodles, ist in typisch australischen Familien Bestandteil der alltäglichen Küche geworden.
Der neuste Trend ist Bush Food, bzw. Nahrung der Ureinwohner. Im Allgemeinen wird leichtere Nahrung konsumiert. Durch den Zusammenschluss der kalifornischen Küche mit asiatischen Nahrungsmitteln ist ebenfalls ein neuer Stil entstanden, der sogenannte Pacific Rim. Die moderne australische Küche gehört auch zu den eklektizistischsten in der Welt.
Charakteristiken der Küche
Typische Nahrungsmittel der Aborigines sind Blätter der Zitronenmyrte, Pfeffer, Spinat, Bush Tomatoes und Macadamia Nüsse.
Die große Verschiedenartigkeit und der Reichtum an Nahrung sind in Australien eine Widerspiegelung der geographischen Unterschiede. Im Süden bedecken dichter Kiefernwald und üppiges grünes Weideland den Boden, wo Schafe und Rinder gezüchtet werden, während kaltes und sauberes Wasser die Bevölkerung mit Hummer und Fisch versorgen. Auf dem roten Boden in Coonawarre wird Wein angebaut und im Südosten Getreide. Der Fluss Murray verwandelt den Wüstensand in fruchtigen Boden und schenkt ihm Obstbäume, wo in großen Mengen Zitronen, Trauben, Honigmelonen, Kernobst und Tomaten angebaut werden.
In dem etwas kühleren Klima (Adelaide Hills, McLaren Vale und Barossa Valley) wachsen Trauben, aus denen erstklassige Weine hergestellt werden. Am Fuße der Berge wachsen Äpfel, Kirschen, Beerenobst und Mandeln. Die westliche Küste ist eine reiche Quelle von Meeresfrüchten.
Mit zunehmendem Tourismus entwickelt sich auch das Angebot australischer Restaurants weiter. Eine der typischen Speisekarten besteht aus Gänseleber- und Pefferpastete, gegrilltem Känguruhschnitzel, Rotwein, Bratkartoffeln und frischem Salat, mit Olivenöl und Weinrotessig angemacht, während zum Dessert die Lemon Myrtle, Kuchen mit geschlagener Sahne, empfehlenswert ist.
Beliebt ist auch die Fusion Cuisine, bzw. Zusammenspiel verschiedener internationaler Küchen, so dass zum Beispiel asiatische Gewürze, wie Chili, Koriander, Curry und Kardamom, mit klassischen europäischen Gerichten kombiniert werden.
"Barbie", wie Australier das Grillen nennen, nimmt einen wichtigen Platz im gesellschaftlichen Leben ein. In Gärten, auf der Terrasse, auf dem Dach, im Park oder am Strand werden verschiedenste Gerichte zubereitet, sogar exotische Rezepte, wie Reis mit chinesischen Pilzen, die in Bananenblättern gebraten werden, oder Süßkartoffeln auf Zuckerrohr.
Charakteristische Gerichte
Damper - traditionelles australisches Brot ohne Hefe, das auf einem Lagerfeuer oder im Rohr aus Gusseisen gebacken wird.
Balmain Bugs - flache Krebse mit weißem Fleisch und mildem Geschmack, ähnlich wie Hummer, werden im Allgemeinen auf dem Grill zubereitetet.
Billy Tea - Tee, der in einer Metalldose (Billy) auf offenem Feuer gekocht wird.
Chiko Roll - Frühlingsrolle nach englischer Art.
Meat Pies - kleine Fleischstrudel, werden gewöhnlich mit übergossener Tomatensauce serviert.
Lamingtons - Biscuitwürfel in Schokoladensauce, werden in Kokosraspeln gewälzt und mit Schlagsahne und Tee serviert. Es wird erzählt, dass diese Küchlein am Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurde, um ausgetrocknete Buscuits auszunutzen. Sie wurden nach Lady Lamington, der Ehefrau des damaligen Gouverneurs von Queensland, benannt.
Pavlova - mit Schlagsahne und frischem Obst verzierte Baisertörtchen. das Rezept ist angeblich zu Ehren der Ankunft der berühmten Ballerina Anne Pavlova entstanden.
Vegemite - schwarzer Brotaufsrich aus Hefeextrakt und Gemüse, wird meistens auf Toast gestrichen. Es heißt, dass Australier, die nicht in der Heimat leben, ohne Vorrat an Vegemite nicht glücklich sind!
Anzac Biscuits - knusprige Küchlein aus Hafer- und Kokosflocken, Zucker, Butter, Sodapulver, Wasser und Zuckersirup. Während des I. Weltkriegs wurden sie in Konserven abgepackt und den Soldaten zugesendet.
Soldier's Cake - gekochter Obstkuchen.
Fast Facts
- Vollständiger Name: Commonwealth of Australia
- Fläche: 7 682 300 km2
- Einwohnerzahl: 20 772 981 (94% europäischer Herkunft, 4% asiatischer Herkunft, 1, 5% sonstiger Herkunft)
- Hauptstadt: Canberra
- Religion: 75% Katholiken, 1% Moslems, 1% Buddhisten, 0, 5% Juden. Es gibt keine offizielle Religion.
Reisetipps
- Für einen Australienbesuch brauchen Sie ein Visum
- Schützen Sie sich zu jeder Jahreszeit mit Sonnencremes mit hohem Schutzfaktor
- Tragen Sie Sonnenbrille und - hut
- Wählen Sie in Notfällen 000 (allgemein gültige Nummer für Notfälle, Feuerwehr und Polizei)
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